Kooperation HFK - HBRS

 

Mit neuem Elan in die Zukunft. Einen guten Start in die Woche gab es am gestrigen Montag für den Hessischen Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband (HBRS): Staatssekretär Boris Rhein aus dem Ministerium des Innern und für Sport überreichte dem Verband den Bewilligungsbescheid der hessischen Landesregierung für die Förderung des Sports für Behinderung. „Mit dieser finanziellen Unterstützung soll die Arbeit des aktiven und fortschrittlichen Verbandes gewürdigt werden“, sagte Staatssekretär Rhein auf der Veranstaltung in dem Vereinsheim des Fuldaer Vereins für Sport und Gesundheit in Fulda. Der HBRS will die Gelder einsetzen, um den Leistungs-, Breiten- und Rehabilitationssport zu fördern. Überdies soll verstärkt in die Aus- und Fortbildung investiert werden. „Die tatkräftige Unterstützung der Landesregierung hilft uns bei der Fortführung und Weiterentwicklung unserer Arbeit einen großen Schritt weiter“, sagte Gerhard Knapp, der Präsident des HBRS. „Darüber hinaus möchten wir möglichst viele Menschen dazu anregen, bei uns mitzumachen und unsere Arbeit zu unterstützen.“ Gemeint seien damit Sportinteressierte, ehrenamtliche Helfer, Trainer, Ärzte, Freunde, Partner und Förderer. Sie sollen helfen, Barrieren abzubauen und Akzeptanz zu schaffen. Wichtig sei es auch, dass sich der Verband noch mehr öffne: „Wir müssen uns, unsere Arbeit und die Leistung der Sportler noch mehr zeigen“, sagte Knapp. „Und wir müssen sinnvolle Kooperationen suchen.“ Eine neue wurde bereits gefunden. Im Rahmen der Veranstaltung wurde eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem HBRS und dem Hessischen Fachverband für Karate unterzeichnet. Der Karateverband wird den Karatesport künftig für Menschen mit Behinderung organisieren, deren Bestandteil ein Auszug aus dem Karatesport ist – die sogenannte Kata. Sie ist körperkontaktlos und demonstriert die Technik mit einem imaginären Gegner. „Wie kaum eine andere Sportart tut Karate dem ganzen Menschen gut“, sagte Günter Baschek, der Präsident des hessischen Karateverbands. „Nicht nur Fitness und Gesundheit, sondern auch Selbstbehauptung, Etikette, Tradition und Werte wie Respekt, Fairness und gegenseitiger Achtung sind wichtige Inhalte in den Karatevereinen.“ Die Ziele der neuen Kooperationspartner sind hoch gesteckt. Karate soll Paralympische Sportart werden. Der Antrag liegt dem International Paralympic Committee bereits vor. Wie engagiert man in Hessen dahinter steht, kann nun ein Kollege vom IOC berichten. Ernes Erko Kalac, der Integrationsbotschafter des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Behindertensportreferent im Deutschen Karate Verband (DKV) und Ansprechpartner für das Internationale Paralympische Komitee (IPC), war ebenfalls Gast der Veranstaltung. Kalac war der treibende Motor in Sachen Anerkennung des Karatesports für Menschen mit Behinderung.

 

Text/Bilder: Anne Baun, Fuldaer Zeitung / E. Kalac, DOSB